Dienstag, 5. Juni 2018

Über Mütter. Und über's Smartphone.

Ich hab’s ja nicht so mit dem regelmäßigen Schreiben. Aber hin und wieder kommt es vor, dass mir ein Thema nicht mehr aus dem Kopf geht, weil es mich so berührt oder aufregt, dass mir früh um 5 die Wörter im Kopf umherschwirren, so lange bis ich endlich aufstehe und und sie niederschreibe. Bei dem heutigen Thema kommt noch dazu, dass ich glaube, dass es eine unheimliche Relevanz hat. Ich glaube das, weil ich gestern dazu bei Instagram eine Story gemacht habe, in der ich eigentlich nur kurz einen kleinen bis mittelgroßen Rant loswerden wollte und daraufhin ungefähr 70 Nachrichten bekam von Frauen, die meine Gedanken zum Thema gut fanden und ähnlich wütend waren. 

Es fing an mit einem Artikel in der Lokalpresse zum Thema Smartphonenutzung während man sich um sein Baby/Kind kümmert. Überschrift: „Siehst du mich, Mama?“ Allein die Überschrift spricht Bände. Mama. Ja, die Mama, der einzige Mensch auf der Welt, der sich um ein Baby kümmern kann/darf/sollte, denn die Mama, naja, die hat es eben im Blut. Frauen sind eben einfach dafür geschaffen, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche permanent verantwortlich zu sein dafür, dass es ein kleiner Mensch warm und gemütlich hat, dass er Nahrung bekommt, hin und wieder eine frische Windel und ganz viel Liebe. Die Papas, waren sie doch (meistens mehr oder weniger) wichtiger Bestandteil bei der Zeugung, müssen nämlich zur Arbeit gehen und die Kohle ranschaffen (die die Frau dann wieder ausgibt, für Schuhe und Handtaschen versteht sich, weil Frauen sind eben so hihi!) und überhaupt, die können das ja auch gar nicht so gut. Bei Kackwindeln hebt es sie und sowieso, allein schon, wie sie das Baby halten, DAS KÖPFCHEN, PASS DOCH AUF!

Weiter ging es im Text damit, dass man immer häufiger beobachten kann, dass Frauen zB. in der Stillsituation abgelenkt sind, weil sie auf ihr Smartphone schauen, wo doch das Stillen ein so inniger Moment zwischen Mutter und Kind ist, dazu wurden Studien von Entwicklungspsychologen zitiert, die natürlich zu dem Ergebnis kamen, dass das Schäden anrichtet oder zumindest anrichten kann. Im Grunde liest man eigentlich, dass die bösen Frauen, die es wagen, während des innigsten Aktes des Stillens ihr Smartphone in der Hand zu halten, dafür verantwortlich sind, wenn irgendwann die komplette Menschheit bekloppt wird. (Was lustig ist, momentan habe ich nämlich das Gefühl sie ist es schon, ganz ohne dass die Mütter vor 30-60 Jahren während des Stillens mal schnell Instagram gecheckt haben.) Ich war bereits nach dem ersten Teil des Artikels so wütend, dass es mir schwerfiel, den bis zum Schluss zu lesen und ich gebe zu, ich hab es auch nicht getan. Ich finde es, gelinde gesagt, zum Kotzen, dass hier mal wieder hauptsächlich den Müttern sämtliche Schuld in die Schuhe geschoben wird. Denen, die eh schon am allermeisten ihre Bedürfnisse zurückstecken (müssen), wenn ein Kind kommt und das nicht erst mit der Geburt, sondern bereits während der Schwangerschaft. Sind wir doch mal ehrlich, die allermeisten Frauen möchten gern gute Mütter sein, was immer das auch heißen mag. Frauen, die ein Kind bekommen, das ihnen vollkomen egal ist, gibt es auch, aber das ist ein eigenes Thema mit einer ganz eigenen Problematik, um die es jetzt hier nicht gehen soll. Es geht um die „Durchschnittsmama“. Und die informiert sich meist schon wärend der Schwangerschaft, was gut für’s Kind ist, was man möglichst tun und lassen sollte, um keinen „Tyrannen“ großzuziehen und welche Sonnencreme wohl am wenigsten schädlich ist. Man möchte alles richtig machen und glaubt man sämtlichen Ratgebern, dann kann man tatsächlich unfassbar viel falsch machen und alles, ALLES hinterlässt Spuren beim Kind, die sich auf sein gesamtes Leben auswirken. Der Druck, perfekt sein zu wollen, wächst. Manchmal wird sogar das Bauchgefühl übergangen, man weiß teilweise gar nicht mehr, wie man es eigentlich machen soll, immerhin widersprechen sich auch die Ratgeber streckenweise, es ist wirklich zum Verrücktwerden.

So, und dann sitzt man da plötzlich mit diesem Bündel, das vollkommen hilflos ist und man selbst fühlt sich eigentlich genauso hilflos. Und auf einmal ist alles anders. Anders, als man es sich jemals hätte vorstellen können und auch irgendwie anders als in irgendwelchen Ratgebern. Und man merkt irgendwann, dass das Stillen manchmal eine Stunde oder länger dauern kann. Dass man jetzt eigentlich auch gerne mal etwas essen würde. Dass man eigentlich auch schon seit einer halben Stunde auf Toilette muss. Dass man schon seit zwei Wochen niemanden gesehen hat, außer das Kind und den Mann. Dass man eigentlich gar nicht mehr weiß, was so los ist in der Welt. Und zack! hat man das Telefon in der Hand. Mal kurz bei Facebook reinschauen, zwischendurch mal schnell Google befragen, wie man dem Baby bei Bauchschmerzen am besten helfen kann, dann nochmal zu Instagram, oh, da war jemand gestern bei ner Band, die man auch schon immer mal sehen wollte und man haben die vorher nen geilen Burger gegessen, den hätt ich jetzt auch gern! Und zack! ist das Kind plötzlich satt und ich kann endlich auch was essen/auf’s Klo/whatever. Was ich sagen will, ist: Es ist völlig ok, wenn man beim Stillen (was durchaus mal 50% der Tagesbeschäftigung ausmachen kann) mal das Smartphone in der Hand hält und nicht verliebt und hormongeschwängert sein Kind beim Trinken beobachtet, eine Freudenträne im Auge. Manchmal ist das Handy die einzige Verbindung zur Außenwelt. Immerhin dreht die sich ja für alle anderen Menschen weiter, sie bleibt nicht stehen, nur weil man selber gerade ein Kind bekommen hat. Die Freunde gehen arbeiten, unternehmen lustige Dinge und man selbst sitzt zuhause, geht maximal eine Runde spazieren und würde sich zwar gern Gäste einladen, aber dann bitte welche, die etwas zu Essen mitbringen, hinterher direkt die Küche saubermachen und dann bitte wieder gehen, weil man dann merkt, dass man doch so müde ist, dass man die Gelegenheit des schlafenden Babys nutzen möchte, um sich selbst nochmal hinzulegen.

In den allermeisten Fällen stecken Mütter unheimlich viele eigene Bedürfnisse zurück. Vom Bedürfnis jetzt dringend mal zur Toilette zu müssen (was man erschreckend lang zurückstecken kann) bis hin zum Bedürfnis einfach mal wieder feiern zu gehen und mindestens drei Gin Tonic zu trinken, über das Bedürfnis nach acht Stunden Schlaf am Stück. Während sich für die Väter erstmal nicht viel ändert, außer dass nachmittags eine Person mehr auf einen wartet und man nachts vielleicht hin und wieder doch mal wach wird, sich aber dann umdrehen und weiterschlafen kann, während die Mutter versucht das Baby irgendwie im Liegen zu stillen. Gerade wenn gestillt wird, ruhen sich die Väter ja sehr gern darauf aus, dass sie ja sowieso nichts machen können. Könnten sie schon, aber das Fass will ich jetzt nicht auch noch aufmachen. Aber ja, zumindest die Nahrungsaufnahme ist erstmal auf eine Person beschränkt. Und die allermeisten Mütter machen das gern und genießen die Stillzeit und den engen Kontakt zum Kind, den so niemand sonst hat. Und sicher gibt es Frauen, denen es nicht schwer fällt, sich tatsächlich dann nur auf’s Stillen zu konzentrieren, was schön ist. Aber genauso gibt es Frauen (und das ist die Mehrheit), die irgendwann auch mal wieder raus aus dieser Mamablase wollen, denen dann vielleicht langweilig ist, die gern etwas lesen oder sehen würden, das nicht mit wunden Brustwarzen und Kackwindeln zu tun hat. Und dann stellt sich doch die Frage, ob es genauso verwerflich ist zB. ein Buch zu lesen? Oder kommt es dann darauf an, ob es ein Roman (Vergnügen) oder ein Erziehungsratgeber (Bildung) ist? Und spielt es für das Kind eine Rolle, ob ich den Zeitungsartikel online am Handy lese, oder in der Zeitung? Was ich mir gerade auch sehr unpraktisch beim Stillen vorstelle. Oder ist es dem Kind vielleicht sogar einfach egal, weil es sich darüber freut, dass seine Mutter ausgeglichener ist und geduldiger, weil sie sich erlaubt, auch mal ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen? Möchte ich meinem Kind nicht vermitteln, dass Selbstfürsorge bei aller Empathie und Hilfsbereitschaft auch wichtig ist? 

Ich würde mir einfach wünschen, dass mal danach gefragt wird, wie man Mütter unterstützen kann.  Egal auf welche Art und Weise. Es würde schonmal helfen, wenn nicht ständig geurteilt werden würde (tweilweise sogar am schlimmsten unter den Müttern selbst). Dass nicht geurteilt wird, weil die Frau ein Handy in der Hand hat, während sie am Spielplatzrand sitzt. Dass nicht geurteilt wird, weil sie nach zwei Monaten wieder arbeiten gehen möchte. Dass nicht geurteilt wird, weil sie zwei Jahre zuhause bleiben möchte. Dass nicht geurteilt wird, weil sie nicht stillt, sondern die Flasche gibt. Dass nicht geurteilt wird, wenn sie sagt, sie hat manchmal einfach keinen Bock mehr. Dass nicht geurteilt wird, weil das Kind Brei aus Gläschen bekommt und keinen selbstgekochten. Dass nicht geurteilt wird, weil das Kind mit sechs Monaten schon vom Eis kosten darf. Diese Liste ließe sich (leider!) endlos fortsetzen.

Es ist nicht leicht heutzutage Mutter zu sein und ich habe schon öfter das Argument von Frauen gehört, dass sie sich Kinder schon vorstellen könnten, aber sie würden dann lieber Vater werden. Und ich kann dieses Argument sehr gut verstehen. Es ist einfach eine besondere Aufgabe, die einem Angst machen kann. Aber wir machen sie gut! Das muss man einfach auch mal so sagen. Es wäre echt auch schön, wenn die Gesellschaft uns sowas sagen würde und nicht für noch mehr Druck sorgen würde! Ich glaube, es gab vor uns keine Generation, die sich so viel über Schwangerschaft, Geburt und Erziehung belesen hat. Das allein zeigt doch schon, dass uns diese Themen wichtig sind. Nur irgendwie habe ich leider das Gefühl, dass das auch angreifbar macht, was ich schade finde. Und ich glaube nicht daran, dass unsere Kinder komische Menschen werden, weil wir in der Stillzeit ein Smartphone in der Hand hatten. Ich glaube, dass es einfach ganz normale Menschen werden, die mal gute und mal schlechte Laune haben, die extrovertriert oder introvertiert sind, die ihren Weg schon irgendwie gehen, wenn wir ihnen einfach nur mitgeben, dass kein Mensch auf der Welt jemals perfekt sein wird und dass es vollkommen okay ist, wenn man nicht alles kann und nicht alles weiß und manchmal Dinge anders macht, als irgendein schlauer Text sagt.

Mittwoch, 28. Februar 2018

Unverhofft kommt oft.

Es gab ja hier schon lange keinen Eintrag mehr. Das liegt an Vielem, unter anderem daran, dass ich nicht weiß, was genau aus dem Blog werden soll. Zu erzählen gäbe es viel aus dem sogenannten „Momlife“, Selma wächst und gedeiht, sie ist ein wundervolles, lustiges Kind, aber braucht die Welt echt noch nen Muddiblog? Ich habe mich für nein entschieden. Trotzdem gibt es ja manchmal etwas zu erzählen, was dann doch wieder irgendwie hier rein passt, wie in diesem Fall. Aber von vorn:

Ungefähr jeder Mensch mit unerfülltem Kinderwunsch kennt sie, diese Geschichten von Paar X. Man bekommt sie erzählt von Kolleginnen, Freunden, Bekannten und allen die sich eben sonst noch bemüßigt fühlen, davon zu erzählen wie Paar X, jahrelang unter unerfülltem Kinderwunsch leidend... medizinisch unmöglich... schon abgeschlossen mit dem Thema... Zack!  Schwanger! 
Unglaublich, denkt man da und dann weiß man nicht, was für einen selbst der Mehrwert sein soll an diesen Geschichten. Dass man niemals die Hoffnung aufgeben soll? Es muss ja jedem klar sein, dass sowas die absolute Ausnahme ist. Bei mir hat das immer eine Art Beklemmung ausgelöst. Beklemmung deshalb, weil ich mich ja eigentlich für jeden freuen möchte, der es lange probiert und dann klappt es plötzlich einfach so und dann bin ich doch immer neidisch gewesen auf diese plötzlichen Wunder, neidischer, als auf Paare bei denen es gleich im ersten Zyklus klappt. Schon irgendwie seltsam. 

Nun ja, jetzt haben wir ja zwei Kinder, diese Problematik stellt sich mir also nicht mehr. Dennoch wollte ich sie erwähnen, denn nun sind wir selbst ein Paar X. Eigentlich hatten wir schon die Anträge auf Kostenübernahme für die nächste IVF gestellt und warteten gerade auf die Antwort, als da plötzlich der positive Test war. Ok, es war nicht ein Test, es waren insgesamt 50 Stück, verteilt über die drei Wochen bis zum ersten Ultraschall. Für manche mag das absurd klingen, aber man kann billige Tests online in Großpackungen bestellen und ja, man kann die auch aufbrauchen innerhalb von drei Wochen. Irgendwie war es ein bisschen so, als dürfte nicht wahr sein, was nicht war sein kann. Ich konnte diese zweite Linie auf den Tests nicht glauben, weshalb ich sie immer wieder auf‘s Neue sehen musste. Anfangs war ich mir sogar sicher, wenn ich das nächste Mal ins Bad gehe und auf den Test schaue, wird die Linie verschwunden sein. Das hat man eben von so einer Vorgeschichte wie unserer. Inzwischen brauche ich die Bestätigung in Testform nicht mehr, ich bekomme sie in Form von Dauerübelkeit und -müdigkeit mehr zuUnals mir gerade lieb ist und bin (auch aufgrund anderer Dinge) gerade so ziemlich am Ende meiner Kräfte. Aber ein Ende ist absehbar, zumindest was die Übelkeit betrifft. Ich bin nun in der 10. Woche, bei Johann und Selma ging es mir so bis zur 14./15. Woche. 


Ansonsten freuen wir uns sehr auf dieses Menschlein, das sich da einfach so in unser Leben geschlichen hat und dem es anscheinend völlig schnuppe war, dass das eigentlich „gar nicht geht“. Es wird unseren Verlust nicht wieder gutmachen können, aber ich sehe es als eine Art Versöhnung mit dem Thema und als Chance, das damit dann auch gut abschließen zu können. Vielleicht sagt uns das Schicksal damit auf seine Weise: „Sorry, ich hab da bei euch irgendwie Mist gebaut!“

Montag, 10. Juli 2017

Manchmal.

Es gibt so Tage, die sind wie gemacht für den großen Hausmüll. Ihr wisst schon, der, aus dem die Fliegen rauskommen, wenn man die Klappe aufmacht, der nach vergammelten Essensresten und Katzenklo stinkt. Tage, die schon so anfangen, dass die Milch für den Kaffee und das Müsli fehlt, an denen man permanent einen latenten Kopfschmerz verspürt und sich am liebsten irgendwohin beamen würde, wo es so 20 Grad hat, dunkel, ruhig und weich ist. Tage, an denen man ständig auf die Uhr schaut und sich dann wundert, weshalb sich 10 Minuten anfühlen können, wie zwei Stunden. Solche Tage gibt's immer mal wieder, zumindest bei mir. Die gab es schon vor Johann, danach aber auch und die sind auch mit Selma nicht plötzlich weg. Früher hab ich dann einfach den ganzen Tag auf der Couch verbracht, nachdem ich von der Schule/Arbeit nach Hause kam. Das ist nun nicht mehr möglich und ich muss leider zugeben, ich habe bisher keine alternative Strategie gefunden, um damit umgehen zu können.

Heute ist wieder so ein Tag. Es ist noch nicht mal 14 Uhr und ich bin schon völlig geschafft, fühle mich ausgelaugt und mit einem Kind total überfordert, obwohl ich sonst Geduld für 20 Kinder habe. Dabei hat unsere Tochter es mir zumindest heute morgen leicht gemacht, denn sie hat bis um neun geschlafen und ich konnte ganz in Ruhe duschen und mich fertig machen. Trotzdem bin ich heute sofort genervt, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich es gern hätte. Kleinigkeiten reichen da schon. Dass da noch ein Baby sitzt, dass quengelig ist, bespaßt und herumgetragen werden will, macht es nicht unbedingt besser. Mir ist natürlich klar, dass sie nicht versteht, wenn ich mit ihr schimpfe. Meistens lacht sie dann sogar, weil Mama so lustig redet und ich bin insgeheim froh, dass sie es noch nicht versteht. 

Der ganze Tag ist eigentlich eine Aneinanderreihung solcher Situationen und besonders schlimm ist es, wenn ich Essen vorbereiten möchte/muss. Zum Mittag hatte ich dann heute halbrohe Bratkartoffeln und ein nach nichts schmeckendes Rührei. Den Topf mit heißem Wasser für ihren Brei hätte ich auch weg lassen können, denn für drei Löffel hat der sich jetzt auch nicht unbedingt gelohnt. Inzwischen schläft sie in der Trage. Den Versuch hatten wir vor einer Stunde schon, dabei hat sie mich aber immer wieder so in die Arme gezwickt, dass ich sie irgendwann einfach in ihr Gitterbett gesetzt habe. Durchgehalten hab ich das nicht eine Minute, weil sie mir leid tat. Stattdessen hab ich sie mit ins große Bett genommen und noch ein bisschen spielen lassen. 

Ich weiß nicht, ob das anderen (Müttern) auch so geht, dass man sich an solchen Tagen dann fragt, ob man überhaupt geeignet ist als Mutter, oder ob man hier gerade alles versaut. Ich weiß, dass das Quatsch ist, dennoch fühle ich mich schlecht. Manchmal wünsche ich mir einen Blick hinter die Fassaden von Familien, von denen ich denke, dass es da allermeistens harmonisch abläuft. Überhaupt wäre ich sehr dafür, dass einem nicht ständig überall suggeriert wird, dass immer alles nur easy peasy ist und man sein Kind die ganze Zeit verliebt anschaut. Ich fänd es schön, wenn Mütter (und auch Väter) ganz offen damit umgehen würden, dass es manchmal einfach verdammt anstrengend ist, man an seine Grenzen kommt, mal verzweifelt, mal überreagiert. 

Ein kleiner Trost bleibt mir ja: in 13 Jahren, werde ich es wahrscheinlich geballt zurück bekommen und falls man das dann hier noch lesen kann: Selma, ich hab dich trotzdem lieb! 

Dienstag, 18. April 2017

Körperliche Befindlichkeiten

Ja, ein leidiges Thema, aber es brennt mir auf der Seele und es muss raus, weil ich finde, dass zu wenig darüber gesprochen wird. Wie immer hier, einigermaßen schonungslos, denn es steht mir bis zum Doppelkinn. 

Unzählige Hormonbehandlungen und zwei Schwangerschaften später sitze ich hier, starre auf meinen Bauch und bekomme Wut. Nicht nur, dass mein Körper zu blöd war, das zu können, was für einen Frauenkörper das normalste auf der Welt ist und dafür 1000 Extraeinladungen (und mehrere 1000 Euro, aber lassen wir das!) brauchte. Offensichtlich hat er auch noch nicht bemerkt, dass ich nicht mehr im 7. Monat schwanger bin. Seltsam, ich erinnere mich nämlichen ganz gut an das Ende der Schwangerschaft! 

So. Reden wir über Zahlen: Im Vergleich zu meinem Vorschwangerschaftskörper hab ich 10 Kilo mehr drauf. Die ungefähr sieben Kilo, die ich nach der Geburt von Selma abgenommen habe, sind schon weggerechnet. Seit vier Monaten stagniert das Gewicht und ich wär ja schonmal froh, wenn vorne dran eine 5 stehen würde. Jaja, ich weiß, das liest sich wie ein astreines First World Problem. Ist es aber nicht, denn ich fühle mich furchtbar.

In mir existieren zwei Seiten. Die eine sagt: "Hey, du hast zwei Kinder innerhalb von zwei Jahren bekommen, nen Haufen Hormone geschluckt und gespritzt, musstest ein Kind zu Grabe tragen und außerdem ist die letzte Geburt erst ein halbes Jahr her. Du hast so viel geleistet, jetzt bleib doch mal entspannt, die wenigsten sehen nach einer Schwangerschaft so schnell wieder aus, als wär nix gewesen." 
Und dann kommt die andere Seite, die man mit einem Wutbürger, wie er im Buche steht, vergleichen kann, und brüllt: "Guck mal die an! Und die! Und die! Und die auch! Nach drei Wochen wieder ein flacher Bauch! Wie machen die das? Warum kannst du das nicht? Die fressen halt nicht so viel wie du! Die machen bestimmt mehr Sport, oder haben einfach Glück! Verdammte Scheiße, ich will das auch!" 

Und so sehr ich auf die erste Seite hören will, ich schaff es nicht. Ich bin (selektive Wahrnehmung?) umgeben von Frauen, die ohne etwas zu machen (oder sie geben es nicht zu, keine Ahnung) quasi noch bevor der Wochenfluss versiegt ist, einen Bauch haben, der aussieht wie meiner. Vor drei Jahren. So sehr ich mir einreden will, dass das nicht wichtig wäre, weil es nur diese verkackte sexistische Gesellschaft ist, die suggeriert, man ist nur etwas wert, wenn man in Kleidergröße 36 passt... Oder das andere Extrem, dass man seinen Körper jetzt lieben müsse, weil man ja ein Kind bekommen hat. Mein Kopf weiß, dass das Käse ist. Sogar mein Herz weiß das. Aber irgendwas in mir hadert so sehr mit der neuen Figur. Ich möchte so gern wieder in meine alten Hosen passen, nicht mehr den Bauch einziehen müssen, weil es mir peinlich ist, dass andere mich mit Baby auf dem Arm sehen und denken könnten: "Ui, schon das Nächste unterwegs, na die legt ja schnell nach!" 

Inzwischen hab ich zumindest eingesehen, dass es sinnlos ist, meinen alten Kleidungsstücken nachzutrauern und angefangen sie zu verkaufen. Und ich habe einfach fürs Gefühl zwei neue Jeans gekauft, zwei Nummern größer als früher, aber immerhin passe ich rein, es kneift nichts und es ist kein verdammter Bauchbund mehr dran, wie an den Schwangerschaftshosen, die ich auch in den letzten Wochen noch trug. 

Ach. Was ich übrigens jetzt nicht hören möchte, sind irgendwelche Floskeln, wie "Aber Hauptsache ist doch, dass es dem Kind gut geht!" Ja, natürlich ist das die Hauptsache. Es geht genau genommen auch nur dem zweiten Kind gut, das mal nebenbei. Aber ich finde, es ist auch wichtig, das eigene Wohlbefinden nicht zu ignorieren und auch mal auszusprechen, wenn das eben nicht so ist, wie einem von allen Seiten eingebläut wird, wie es zu sein hat. Ich werde weiterhin neidisch sein auf all die "Also durch's Stillen hab ich ganz schnell wieder abgenommen!" Sprüche. Aber ich seh es auch irgendwie nicht ein, jetzt in einen Fitnesswahn zu verfallen, nur noch halbe Portionen zu essen, oder gar auf mein tägliches Eis im Sommer zu verzichten. Ich finde 1-2 Sportkurse und eine völlig normale (meistens ausgewogene) Ernährung müssen reichen.  Glückwunsch an alle, die sich da krass disziplinieren können, oder einfach nur gutes Genmaterial haben! Ich habe Yoga gemacht, war schwimmen und bei fitdankbaby. Spaß gemacht hat mir alles, aber sichtbar etwas gebracht, hat es nicht. So wenig, dass ich vorgestern einfach mal gegoogelt habe, was eigentlich Fettabsaugen so kostet. 


(Falls sich hier jemand denkt, die Frau spinnt doch! Ja, wahrscheinlich. Aber Danke, ich bin ganz gut darin, mich selbst zu reflektieren, also bitte keine "gut gemeinten" küchenpsychologischen Ratschläge. Echt nicht. Ich komme sonst durch die Tastatur und beiß' euch in die Finger!)

Freitag, 24. Februar 2017

Ein paar Gedanken.

Puh, ganz schön lange her, dass hier was los war. Ich hatte mir zwischendurch immer mal vorgenommen, etwas zu schreiben, aber irgendwie kam ich dann doch nie dazu und wahrscheinlich gab es auch nicht wirklich etwas zu erzählen. Also naja, eigentlich schon eine ganze Menge über das Leben mit Kind, aber ich weiß gar nicht, ob ich das hier je zum Thema machen wollte.

Der Grund, warum ich heute etwas schreibe: Ich hatte gestern Besuch von einer Freundin und im Gespräch fragte sie mich, wie es mir eigentlich geht in Bezug auf Johann. Das kam so unvermittelt und überraschend, dass mir tatsächlich gar nichts eingefallen ist, was ich darauf hätte antworten können. Es kamen dann auch wieder andere Themen auf, aber nach dem Besuch musste ich noch sehr lange darüber nachdenken. Darüber, warum mich die Frage so überrascht hat, warum ich keine Antwort wusste und was das zu bedeuten hat. Also erstmal, bevor meine Freundin ein schlechtes Gewissen bekommt: Die Frage war total in Ordnung, keine Sorge! ;) Ich fand es dann aber doch ziemlich traurig, dass sie die Einzige war in den letzten Monaten, die mich danach gefragt hat. Das ist auch okay, ich hab ja selber manchmal das Gefühl, dass es dazu nicht mehr viel zu sagen gibt, außer dass er natürlich immer noch fehlt. Ich hab mir den Mund fusselig geredet und Knoten in die Finger getippt, hab gesagt, was ich sagen wollte und was gesagt werden musste. Die Trauer kommt inzwischen auch längst nicht mehr so heftig, wie früher. Es ist jetzt eher so, dass es so eine Grundstimmung in mir gibt, die immer da ist, vielleicht wie eine Glut, die nie ganz ausgeht. Ich muss nicht darüber nachdenken, es ist einfach da. Er ist einfach da. So wie man nicht darüber nachdenkt, dass man jetzt atmen muss, weil man das zum Leben braucht - man macht es einfach, es passiert ganz automatisch. So muss man sich das ungefähr mit Johann vorstellen. Nur selten passiert es mir noch, dass es mich überrumpelt. So wie letztens, als wir eine Serie geschaut haben und es eine Szene in einer Leichenhalle gab. Plötzlich fiel mir ein, dass Johann auch in so einen Schubfach gelegen hat und es traf mich mitten ins Herz. Diese Vorstellung, dass dieses kleine Wesen vom wärmsten Platz, direkt aus der wortwörtlichen Geborgenheit in so einen kalten, gefühllosen Ort umziehen musste, klein und winzig auf dieser Liege lag, die doch für große und alte Körper gemacht ist. Dass er allein war und ich nicht bei ihm sein konnte. 
Ja solche Momente gibt es also auch noch und die hängen mir dann auch noch einige Zeit nach. Aber sie lähmen mich nicht mehr und das ist gut.

Ich freue mich jetzt auf den Frühling, wenn wir Johanns Grab wieder ordentlich machen, wenn die Sonne wieder durch die Bäume scheint und wir ihm frische Blumen bringen können. Wenn wir wieder nachts draußen sitzen können, in den Himmel schauen und mir wieder so ist, als könnte ich ihm dadurch irgendwie näher sein.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Selma

Einige wissen es ja schon und manche fragen sich vielleicht, warum hier in der letzten Zeit so wenig (also eigentlich ja gar nix) los ist und es gibt einen wundervollen Grund dafür, denn seit dem 16.10. ist unsere kleine Tochter Selma auf der Welt und beansprucht unsere volle Aufmerksamkeit!

Nachdem sich die letzten Wochen wie Kaugummi zogen und die Wehwehchen ständig mehr wurden, ist es letztlich doch eine Einleitung geworden. Dass ich es schaffe, sechs Tage über den Termin zu gehen, hätte ich niemals gedacht, war ich doch zu Beginn der Schwangerschaft davon überzeugt, spätestens am Termin einleiten zu lassen, aus purer Angst, auf den letzten Metern könne noch etwas schief gehen. Und es gab Momente in denen ich dachte: Holt mir jetzt das Kind hier raus, oder ich dreh durch! Trotzdem fehlte mir dann doch der Mut, es auszusprechen, wenn die Ärztin im Krankenhaus aller zwei Tage fragte, ob wir uns entschieden hätten. Und so schleppte ich mich irgendwie von Tag zu Tag, bis zum vierten Tag nach dem voraussichtlichen Entbindungstermin, als die Ärztin meinen Muttermund abtastete und sagte: "Da tut sich was! Wir sehen uns sicher heute noch wieder, spätestens morgen!" Das gab mir, zumindest an diesem Freitag, noch einen kleinen Energieschub, der sich dann am Samstag in Frust umwandelte, weil einfach nichts passierte und ich nach der Aussage noch mehr wartete. Als wir also dann am Sonntag wieder zur regulären Untersuchung ins Krankenhaus kamen, war ich genau in der richtigen Stimmung, um die Frage nach einer Einleitung zu bejahen. (Die Ärztin begrüßte uns übrigens mit den Worten: "Also meine Kollegin hätte bestimmt hundert Euro gewettet, dass Sie am Freitag wiederkommen!" - Ich sollte öfter Wettchancen nutzen!) Um 14 Uhr klingelten wir also an der Tür zu den Kreißsälen und ich kam mir ein bisschen seltsam vor bei der Vorstellung, eventuell noch am selben Tag meine Tochter im Arm halten zu können. 

Halb drei hing ich also am Wehentropf und der wirkte auch direkt. Es stellte sich nun die Frage nach Schmerzmitteln. Eine PDA kam für mich nicht in Frage, ich hatte das bei Johann als sehr unangenehm in Erinnerung. Andere Schmerzmittel hätten allerdings die Nebenwirkung gehabt, mich zu "benebeln" und da ein bewusstes Erleben der Geburt helfen kann, das erste Geburtserlebnis zu verarbeiten, konnte ich das also auch ausschließen, ließ mir aber die Option der PDA offen, denn ich wusste ja nicht, was mich noch so erwartete. Die ersten zwei Stunden hab ich als relativ harmlos in Erinnerung. Also ja, es tat schon über die Maßen weh, aber es ließ sich aushalten. Irgendwann sprengte die Hebamme die Fruchtblase und ab da wurde es richtig schlimm. Ich weiß nicht, ob tatsächlich zu diesem Zeitpunkt keine PDA mehr möglich gewesen wäre, ich hab gar nicht gefragt, weil die Vorstellung mich dafür hinzusetzen und still halten zu müssen, mich so abschreckte. Irgendwie dachte ich dann auch, da muss ich jetzt einfach durch. Eine weitere Stunde später (also gefühlt, für auf die Uhr schauen war keine Zeit) fielen die Herztöne plötzlich ab und ich hatte das Gefühl, dass es nicht mehr so recht vorwärts ging. Die Ärztin wurde dann dazu geholt und ich wusste so langsam nicht mehr, woher ich die Kraft eigentlich noch nehmen sollte. Als die Herztöne weiter abnahmen, war mein einziger Gedanke, dass mir noch ein Kind stirbt, wenn ich mich jetzt nicht zusammenreiße. Irgendwann war dann endlich das Köpfchen da, allerdings steckte sie mit ihren Schultern fest, was dann auch nochmal eine Menge Kraft gekostet hat. Und dann lag sie da, schreiend und wunderschön, auf meiner Brust und ich hab gar nicht richtig begreifen können, dass ich da liege, gerade ein Kind geboren habe und dass das wirklich unsere Tochter ist, dieses kleine Bündel auf mir. Alles andere, die Nachgeburt, das Nähen, passierte, ohne dass ich davon groß Notiz nahm. 

Und jetzt ist bereits eine ganze Woche vergangen. Eine Woche voller Glücksgefühle, großer Verliebtheit, Tränen, Überforderung und Schlafmangel. Eine Zeit der ersten Male. Viele erste Male liegen noch vor uns und wir freuen uns darauf, sie mit Selma erleben zu können, Johann dabei immer tief im Herzen.

Dienstag, 20. September 2016

Bald!

Seit gestern wäre unsere Tochter kein Frühchen mehr, würde sie jetzt geboren werden. Schon ein ziemlich seltsames Gefühl, ein fertiges Baby im Bauch herumzutragen, dass sich jederzeit dazu entscheiden könnte, selbigen zu verlassen. Meine Gefühle schwanken zwischen Panik, Ungeduld und totaler Neugier. Wir hatten inzwischen zwei Termine in der Klinik unserer Wahl und sind nach wie vor davon überzeugt, dass das die richtige Wahl ist, auch wenn wir eine längere Fahrt (ca. 40 Minuten) auf uns nehmen müssen. Die Ärztin mit der wir die Geburtsplanung gemacht haben, hat schon gesagt, dass sie nach unserer Vorgeschichte sehr darauf achten werden, dass die jetzige Geburt ein positives Erlebnis wird. (Also das machen sie sicher bei allen anderen werdenden Eltern auch, aber naja, ihr wisst schon!) Gestern habe ich nochmal angesprochen, dass ich mir nicht vorstellen kann, mit einer anderen Frau im Zimmer zu liegen, da ich nicht weiß, wie sich die Geburt bei mir auswirkt. Ich könnte mir nämlich durchaus vorstellen, dass es retraumatisierend sein kann. Und ich möchte einfach mit meinem Mann allein sein können, wenn uns beiden vielleicht nach all der Anspannung doch nach Heulen zumute ist. Uns wurde sofort zugesichert, dass ich ein Einzelzimmer (bzw. ein Familienzimmer) bekomme und uns wurde auch psychologische Betreuung bei Bedarf angeboten. Mir hilft das schon im Vorfeld sehr, ich hab richtig gemerkt, wie gestern eine gewisse Anspannung abfiel, allein weil ich wusste, ich muss nicht mit einer anderen Frau im Zimmer liegen und kann auf mein Tischchen ein Foto von Johann stellen, ohne dass sich davon jemand gestört fühlt.

Ansonsten tut sich hier rein gar nichts. Abgesehen von meinem Muttermund, der schon seit ein paar Wochen leicht geöffnet ist. So richtig ins Becken gerutscht ist die Kleine auch noch nicht, ich hab keine (spürbaren) Wehen und momentan auch nicht das Gefühl, es könnte ihr im Bauch bald zu eng werden. Vielmehr kommt es mir vor, als würde sie sich einfach ihren Platz machen ohne Rücksicht auf Mamas Bauchdecke, die ist ja schließlich dehnbar und da geht bestimmt auch noch was! Inzwischen hab ich dafür eine Menge (End-)Schwangerschaftsbeschwerden, die mich manchmal zum Verzweifeln bringen. Besonders das Sodbrennen ist so eine Sache. Jeden Abend vor dem Schlafen gibts für mich zwei Esslöffel trockene Haferflocken (ja, es ist so eklig, wie man es sich vorstellt!) und ein kleines Glas Milch. Das hilft manchmal, aber leider nicht immer. Um mich im Bett von einer Seite auf die andere zu drehen, brauche ich mehrere Minuten, vom Aufstehen aus dem Bett müssen wir nicht erst reden. Letztens haben meine Hüften so geschmerzt, dass ich die Schmerzen in meinen Traum eingebunden hab und letztlich davon wach wurde. Früh sind meine Finger quasi nicht beweglich, das dauert immer erstmal ne halbe Stunde, bis die Gelenke wieder funktionieren. Hin und wieder überkommt mich völlige Panik vor dem Leben mit Kind und vor allem vor den ersten Wochen. Hauptproblem: Was soll ich essen? Ja, dieses Thema zieht sich bei mir durch die Schwangerschaft wie ein roter Faden. Anfangs liefen die Tränen, weil der Kühlschrankinhalt der falsche war, jetzt laufen sie, weil ich nicht weiß, wo ich in den ersten Wochen etwas zu Essen herbekomme. (Unser Gefrierfach gibt da größentechnisch leider nicht besonders viel her, falls jetzt jemand gleich auf die Einfrier-Idee kommt.) Aber wirklich die allerallerschlimmste Schwangerschaftsnebenwirkung, die es zum Glück erst seit zwei/drei Wochen gibt, die mir aber unfassbar unangenehm ist: Käsefüße! Ich schäme mich wirklich so dafür, dass ich es erst nicht schreiben wollte. Aber ich bin ja für einen offenen Umgang mit all dem, es geht ja auch zum Glück wieder weg! Also an all die Freunde, Familienmitglieder und sonstige Personen, mit denen ich in den letzten Wochen so zu tun hatte und die sich gewundert haben: Ja, das war ich! Und ich kann euch versichern, ich habe mir kurz vorher die Füße gründlichst mit Seife gewaschen und sogar ein Fußdeo benutzt, das penetrant nach Zitrusfrüchten riecht. Es hat nichts genützt und ich entschuldige mich!

So. Und jetzt bin ich sehr gespannt, wann hier der nächste Eintrag stehen wird, denn ich denke, das wird dann der "Juhu - unsere Tochter ist da!"- Eintrag werden. Was bin ich neugierig auf dieses kleine Wesen!